Starters ist ein Buch, auf welches aufgrund des Covers aufmerksam geworden bin. Es ist sehr einfach und gleichzeitig ungemein prägnant. Zudem wirft der Titel direkt Fragen auf und man wird förmlich gezwungen den Klappentext zu lesen.

Worum geht es
Starters spielt in einer Zeit nach einem verherenden Krieg. In Amerika leben nur noch zwei Arten von Menschen: Junge und Alte. Letztere können aufgrund der modernen Medizin bis zu 250 Jahre alt werden. Aus diesem Grund ist die Arbeitswelt auch den alten vorbehalten und die Jugendlichen bzw. Kinder werden gezwungen auf der Straße oder in Arbeitslagern zu leben, sofern sie keine lebenden Verwandten mehr haben. Alle Menschen mittleren Alters sind beim Krieg aufgrund einer Viruswaffe ums Leben gekommen.

Callie ist ein Starter und lebt mit ihrem kleinen Bruder auf der Straße. Sie schafft es sie einigermaßen durchzubringen, doch ihr Bruder ist krank. So ist sie gezwungen die einzige Arbeit, der sie als Starter nachgehen kann, anzunehmen – bei der Body Bank.

“Ich habe miterlebt, was sie mit den Mietkörpern alles anstellen. Stunts, Mutproben. Von Brücken in die Tiefe springen. Joyriding nennen sie das. Sie behandeln ihre Autos besser als unsere Körper.”

Zitat Seite 253

Die Handlung
Ich habe relativ lang für dieses Buch gebraucht, was allerdings nicht am Buch selbst sondern vielmehr an mir gelegen hat. Ich habe es mehrfach aus der Hand gelegt, zwischendurch ein anderes Buch beendet und schließlich weitergelesen. Die Handlung ist ungemein flüssig geschrieben und trotz des eher schritthaften Lesens blieb man als Leser jederzeit gut im Geschehen. Die Handlungsstränge sind nicht so kompliziert aufgebaut, dass man von vorn hätte beginnen oder zumindest einige Seiten zurück blättern hätte müssen um den Geschehen wieder zu folgen. Lissa Price hat es geschaft ein einfaches Lesevergnügen zu erschaffen, dass trotz der vermeintlichen Schwere des Themas locker daher kam.

Die Charaktere

Callie ist eine jugendliche, die versucht ihren Bruder ohne ihre Eltern durchzubringen. Auf der Straße ist es nicht einfach und dennoch schafft sie es sie beide über Wasser zu halten. Einziger Knackpunkt ist die Krankheit ihres Bruders, die sie schließlich dazu zwingt ihren eigenen Körper zu verkaufen. Hier zeigt sich die Stärke des Mädchens, sie weiß die Arbeit der Body Bank ist vermutlich nicht richtig. Doch ihr bleibt keine Wahl. Sie ist stark, kämpferisch und wild entschlossen ihrem Bruder zu helfen. Diese Stärke zeigt sich über das gesamte Buch hinweg. Auch wenn die Handlung teilweise an Spannung vermissen lässt, Callie brilliert als Protagonisten in selbst langweiligen Szenen.

Fazit
Insgesamt ist Starters von Lissa Price ein wunderbares Buch für leichtes Lesevergnügen. Es bietet eine gelungene Mischung aus Spannung und Alltagsgeschehen ohne dabei langweilig zu werden. Das schaffen nur wenige Autoren und ich muss sagen, Lissa Price war die erste, die mich selbst mit Alltagserzählungen überzeugen konnte. Callie ist mir innerhalb weniger Seiten ungemein ans Herz gewachsen und ich habe über mehrere Seiten hinweg mit ihr gefiebert und das schlimmste befürchtet. Insgesamt gibt es dafür von mir sehr gute 4 Sterne, da das Buch durchaus fesselnder hätte sein können. Die Basis dafür hat es und Callie ist als mitreißende Hauptperson über das Buch hinweg ein Lesemagnet, dennoch hat es nicht ganz für die volle Punktzahl gereicht 🙁 Zwischendurch habe ich manchmal überlegt, ob ich den nächsten Band “Starters” ebenfalls lesen soll. Inzwischen bin ich mir sicher, ich muss einfach wissen wie es mit Callie weiter geht.

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