Engelsnacht – Lauren Kate – cbt

Nachdem Lucinda in einen tragischen Unfall verwickelt wurde, schicken sie ihre Eltern auf eine neue Schule. Alle glauben sie wäre schuld an dem Unfall und so soll sie eine Schule für schwer erziehbare Kinder besuchen. Schon bei ihrer Ankunft ist sie von der Trostlosigkeit der Schule abgestoßen. Die strengen Regeln und abweisenden Mitschüler verbessern diesen ersten Eindruck nicht wirklich.

Besonders ein Schüler scheint es auf sie abgesehen zu haben: Daniel Grigori. Sein hasserfüllter Blick bei ihrem ersten Zusammentreffen ist für sie wie eine Ohrfeige, für welche sie den Grund nicht kennt. Dennoch fühlt sie sich seltsamerweise zu ihm hingezogen. Sie ist überzeugt, dass sie ihn von irgendwo kennt – ein Gefühl, dass Daniel nicht mit ihr teilt.

Besonders seltsam ist allerdings, immer wenn ihr etwas böses widerfährt oder sie sich unwohl fühlt, taucht Daniel auf. Nicht nur einmal rettet er ihr Leben und so ist Lucinda immer verwirrter was ihn und ihre Gefühle angeht.

Dieses Buch ist für mich schwer zu bewerten. Ich möchte es dennoch an einigen grundlegenden Überlegungen versuchen:
Pro: Neue Handlungsidee, diesmal mit Engeln. Dadurch ist dieses Buch mal eine angenehme Neuerung im Fantasygenre.
Kontro: Insbesondere am Anfang sehr langatmig, da die Autorin sehr viele Informationen zum Geschehen aber auch zur Vergangenheit transportieren will.

Ich denke der Kontrapunkt resultiert aus der Schwierigkeit des neuen Handlungsansatzes. Der Weltuntergang spielt zwar wie in vielen anderen Büchern mit rein, ist hier aber im Vergleich weniger thematisiert worden. Im Vordergrund steht dagegen eine Liebesgeschichte mit Vergangenheit. Um diese logisch und nachvollziehbar zu erzählen ist teilweise sehr weites Ausholen in der Handlung schlichtweg notwendig. Dies schwächt den Kontrapunkt meiner Meinung nach auch derart ein, dass er kaum mehr als solcher erkennbar ist.

Übrig bleibt dann noch ein Buch mit einer interessanten Handlung, die sich von anfänglichem Plätschern bis zur nervenaufreibenden Spannung zuspitzt. Dieses Buch war für mich mal ein ganz anderes Leseerlebnis, das mich bis zur letzten Seite gefesselt hat. Daher würde ich es auch jedem empfehlen.

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