Zodiac

Dieses Buch habe ich auf der Buchmesse letztes Jahr entdeckt und nach ersten relativ begeisterten Rezensionen wollte ich es unbedingt lesen. Bereits das Cover weckte meine Neugier und auch erste inhaltliche Angaben ließen die Story interessant erscheinen. Eine Gesellschaft angelehnt and die 12 Sternzeichen, die zwar miteinander interagieren aber sich dennoch nicht vollend vertrauen? Das klingt für mich noch immer nach einer Grundidee mit ausreichend Potential für spannende Lesestunden.

Die 16-jährige Rhoma vom Planeten Krebs verfügt – wie viele andere in der Galaxie Zodiac – über die Fähigkeit, in den Sternen zu lesen. Doch während ihre Mitschüler die Zukunft anhand genauester Berechnungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse vorhersagen, schaut Rho nur zu den Sternen auf und wartet auf ein Zeichen. Deswegen gilt sie bei den Lehrern als unverbesserliche Träumerin und ist kurz davor durch ihre Prüfung zu fallen. Doch als eine schreckliche Katastrophe das Sternbild Krebs heimsucht, bei der unzählige Menschen sterben, war Rho die einzige, die die Gefahr in den Sternen hat kommen sehen. Völlig überraschend wird sie zur neuen Wächterin von Krebs ernannt, zur obersten Sterndeuterin ihrer Heimat. Aber Rho entdeckt ein Omen in den Sternen, das nichts Gutes verheißt: Die Katastrophe von Krebs war kein Unfall. Andere werden folgen. Und vielleicht wird ganz Zodiac untergehen. Doch wer glaubt einem unerfahrenen Teenager, der ein Monster in den Sternen sieht?

Einstieg

Der Einstieg ins Buch war für mich relativ einfach. Die Handlung beginnt beinahe sofort und auch wenn die eigentliche Story erst vorbereitet werden muss, so hatte ich doch schnell die ersten Seiten gelesen. Das lag sicherlich auch am Schreibstil, der insgesamt flüssig aber doch eine gewisse Distanz zu den Charakteren bewahrte. Das war in diesem Fall sehr von Vorteil, da ich micih so mit den allgemeinen Gegebenheiten der dargestellten Gesellschadt zunächst grundlegend vertraut machen konnte.

Charaktere

Die Story wird zu einem nicht unwesentlichen Teil von ihren Protagonisten getragen. Allen voran muss dabei natürlich Rho genannt werden, die viel zu jung in eine wichtige gesellschaftliche Position ihres Planeten gedrängt wird. Ihr stehen Matthias und Hysan zur Seite wobei ich für meinen Teil klar für Matthias plädiere 😉 Ihr merkt es driftet bis zu einem gewissen Grad in eine Dreiecksgeschichte ab wobei diese allenfalls am Rande erwähnt werden kann. Dennoch prägt die ständige Entscheidung Rhos Denkweise teilweise sehr extrem was mit den zusätzlichen Problemen ihrer Position teilweise ein wenig anstrengend oder fast schon nervtötend sein kann.

Handlung_Stil

Ich wollte dieses Buch lesen, da es mal einen für mich gänzlich neuen Ansatz versprach. Die Handlung konnte diese Erwartung auch durchweg erfüllen. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl etwas bereits gekanntes zu lesen. Stattdessen habe ich eine gute Story erhalten, die mitunter zwar etwas zu nüchtern erzählt wurde aber dennoch spannend zu lesen war. Einige ausschweifende Erklärungen hätten ggf. eingespart werden können aber aus diversen Rezensionen wusste ich bereits, das immer wieder die typischen Eigenschaften der verschiedenen Sternzeichen dargestellt werden.

Fazit

Ich denke die Geschichte hätte auch gut ohne den Aspekt der Sternzeichen funktionieren können. Diese sind für die eigentliche Handlung nebensächlich und bieten nur einen Ansatz zur Erklärung der dargestellten Gesellschaft. Tatsächlich empfand ich sie teilweise sogar als störend, da viele der entsprechenden Nebensätze einfach überflüssig gewesen sind. Die Story selbst sowie die Umsetzung sind sehr gut und konnte mich vollends packen. Aufgrund des teilweise etwas anstrengenden Hauptcharakters und der mitunter etwas zu oft aufgezählten Eigenschaften der Sternzeichen gibt es einen halben Stern Abzug. Ingesamt vergebe ich damit sehr gute 4,5 Sterne für Zodiac und freue mich bereits auf die bald erscheinende Fortsetzung.

5-Sterne

Mehr Informationen zum Buch gibt es hier.

One Reply to “Zodiac”

  1. Huhu!
    Ich hatte erst vor kurzem Gelegenheit, eine Leseprobe zu dem Buch in die Finger zu bekommen – und ich musss gestehen, mich hat es gar nicht angesprochen. Der Schreibstil ist zwar flüssig, kam in meinen Augen aber auch hölzern rüber und bei manchen Stellen wurde auch mit Begriffen um sich geworfen, ohne dass sie erklärt worden wären. Und gerade letzteres mag ich nicht besonders, weil ich mich als Leser dann immer im Regen stehengelassen fühle.
    Liebe Grüße
    Maria

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