Es gibt Filme, die sind einfach erschütternd. Als ich das erste Mal hörte, dass es einen Film über Steven Hawking geben sollte, fand ich das interessant. Natürlich musste ich ihn mir dann auch ansehen, denn Steven Hawking ist schon als Mensch sehr beeindruckend. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass wir hier sehr viele Dokumentationen schauen, ja ich gebe es offen zu, manchmal sind wir hier die totalen Snobs ^^ Aber ich stehe dazu. Mit Sitkoms kann ich nichts anfangen, schaue nur einige wenige Serien (meist im Sci-Fi oder Mystery Bereich) und immer mal wieder einen Film.

Das Schicksal des genialen Physikstudenten Stephen schien besiegelt, als der 21-Jährige mit einer tödlichen Krankheit diagnostiziert und ihm eine Lebenserwartung von zwei Jahren gegeben wurde. Doch die Liebe zu seiner Cambridge-Kommilitonin Jane Wilde gab ihm neuen Lebensmut – die beiden heirateten, bekamen drei Kinder und bald nannte man ihn Einsteins legitimen Nachfolger. In dem Maße, wie Stephens Körper durch seine Krankheit geschwächt wurde, schwang sich sein Geist zu immer neuen Höhenflügen auf. Doch sein Schicksal erwies sich auch für die Ehe mit Jane als dramatische Zerreißprobe, die beider Leben nachhaltig veränderte.

Da uns Steven Hawking beide fasziniert konnte ich sogar meinen Freund überzeugen sich diesen Film mit anzusehen. Normalerweise ist er ja nicht so für ein Drama zu haben, aber wer sagt schon nein zu Hawking oder?

Ich gebe zu, ich hatte Bedenken was das Thema anging und befürchtete jetzt schon eine langweilige Biografie. Aber weit gefehlt. Der Film gleicht einem Drama mehr als einer reinen Biografie. Es wird zwar Hawkings Leben, bzw. ein Abschnitt daraus, gewissermaßen erzählt, es ist allerdings das Zwischenmenschliche und das Schicksal das im Vordergrund steht. Ich glaube es dauerte gerade einmal 30 Minuten, bis ich das erste Mal Tränen in den Augen hatte.

Einerseits war es unglaublich faszinierend den Menschen über den Film gefühlt besser kennenzulernen, andererseits hatte ich so erstmals Gelegenheit die Tragweite seiner Krankheit voll zu erfassen. Das vergisst man immer wieder wenn man ihn über die Weiten des Alls oder die Möglichkeiten der Technik sprechen hört. Ich Nachhinein muss ich sagen hätte ich definitiv Taschentücher mit in den Film nehmen müssen, denn bei einigen wenigen Tränen blieb es nicht. Der Film und das Schicksal bewegt.

Eddie Redmayne ist ein Schauspieler, der mir bereits in anderen Filmen begnete. Er spielte zum Beispiel auch „Säulen der Erde“ mit. Wirklich beeindrucken konnte er mich jedoch erst in „Die Entdeckung der Unendlichkeit“. Die scheinbare Mühelosigkeit mit der er die fortschreitende Krankheit darstellte macht mich auch jetzt noch fassungslos. Erst durch diese Leistung wird Hawkings Schicksal so nachfühlbar und erst dadurch war der Film wohl für mich so aufwühlend. Ich denke nicht, dass ich damit allein gewesen bin. Mich selbst aber auch meinen Freund hat dieser Film sehr beeindruckt und noch Stunden später haben wir uns begeistert darüber unterhalten.

Wer nun bedenkt, dass Redmayne für seine Leistung einen Oskar bekommen hat und das noch immer überraschend findet, der sollte sich den Film ansehen. Überraschend ist das keineswegs. Es ist verdient, mehr als verdient. Es ist jetzt bereits einige Zeit her, dass ich diesen Film gesehen habe und noch immer bekomme ich einen Kloß im Hals wenn ich daran denke. Dieser Film hat mich derart bewegt, dass ich nach langem Überlegen erstmals eine Rezension zu einem Film verfasse. Das ist etwas Neues und ich hoffe ihr seht es mir nach. „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ hat mich derart bewegt, dass ich einfach darüber schreiben musste. Diesen Film sollte man unbedingt gesehen haben.

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