Reckless… Lange Zeit habe ich diesem Buch eher skeptisch gegenübergestanden, da Cornelia Funke mich mit ihrer Tintenherz – Triologie nicht wirklich in ihren Bann ziehen konnte. Entsprechend machte ich einen großen Bogen um dieses Buch, denn auch der Klappentext klang irgendwie ähnlich der Idee von Tintenherz. Schließlich jedoch siegte die Neugier, da ich wiederholt nur gutes über das Buch gehört habe und was soll ich sagen – ich wurde nicht enttäuscht 🙂

Worum geht es?
Über einen Spiegel gelangt Jacob Reckless in eine andere Welt, von der er glaub, dass auch sein Vater hier ist. Die fremde Welt zieht ihn immer mehr in seinen Bann und so ist er immer öfter und immer länger fort. Eines Tages jedoch folgt Jacob sein kleiner Bruder Jade und ein mitreißendes Abenteuer voller ungeahnter Gefahren beginnt.

Die Charaktere
Jacob ist ein Kämpfer und gleichermaßen ein Abenteurer. In der fremden Welt kann er seinen eigentlichen Problemen entkommen und zu ungeahnter Größe gelangen. Das übt zunächst natürlich einen großen Reiz auf ihn aus, doch mit der Zeit erkennt er auch die Nachteile dieser Welt. Die Autorin hat es geschafft Jacob mit all seinen verschiedenen Seiten und damit auch der Vielschichtigkeit seines Charakters zu zeigen. Dabei hat sie sich nicht in langen Erklärungen verloren, sondern es gefühlt nebenbei erzählt. Dies hat mir in Reckless deutlich besser gefallen als in ihrer Tintenherz Triologie. Was sie dort zu viel erzählt hat, wurde hier gekonnt weggelassen ohne den Reiz für den Leser zu mindern.

Auch Jade und Clara sind als Nebencharaktere außergewöhnlich stark und gekonnt dargestellt. Insgesamt ergibt dies mit Fuchs eine hervorragende Mischung, die das Buch zu einem spannenden Leseabenteuer werden lässt.

Wertung
Ich stehe Cornelia Funke nach Tintenherz mehr als skeptisch gegenüber oder sollte ich vielmehr sagen, stand? Die Reckless Bücher haben bereits länger ihren Reiz auf mich ausgeübt, doch nach meiner enttäuschenden Leseerfahrung der Tintenherz Triologie sah ich lange davon ab sie zu erwerben. Heute zeigen sie mir deutlich, dass sich ein Autor über verschiedene Bücher durchaus wandeln kann, denn was mir in Tintenherz nicht gefallen hat wurde hier gekonnt weggelassen oder deutlich verbessert. Die Autorin verliert sich nicht mehr in ausführlichen Beschreibungen sondern erzählt ihre Geschichte mit notwendigen Fakten, die für sich wirken und dennoch gekonnt in vielschichtige Handlungsstränge verstrickt wurden. Dadurch gelingt ihr etwas, das mich schon bei anderen Büchern immer wieder begeistert hat. Die Fesseln des Buches hatten mich schon nach wenigen Seiten umschlungen und so konnte ich nicht anders, als es in einem Rutsch durchzulesen. Wer die Posts zum weihnachtlichen Lesemarathon gesehen hat, weiß was ich meine. In einer Zeit der Familie war ich förmlich an dieses Buch geketten und ich habe es definitiv nicht bereut. Dafür gibt es für dieses Buch insgesamt 5 Sterne, was für einen zunächst skeptischen Funke-Leser doch eine mehr als hervorragende Wertung ist oder? 😉

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