Auf Lost Places wurde ich auf der Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr aufmerksam und wollte es direkt lesen. Vor einigen Wochen habe ich es mir dann gekauft und am Wochenende auch gelesen. Da ich selbst sehr gern fotografiere war mein Interesse bei dem Titel natürlich sofort geweckt. “Lost Places” haben einen Zauber, dem man sich auf guten Bildern kaum entziehen kann. Nun aber darum geht es hier nicht.

Die Jugendlichen Chris, Moe, Kaya, Steven und Lennart sind Urban Explorers: Im nächtlichen Berlin erkunden sie stillgelegte Fabriken, leer stehende Häuser und verfallene Krankenhäuser. Doch was als aufregendes Abenteuer beginnt, wird bald ein riskantes Unterfangen. Denn die verlassenen Gebäude bergen nicht nur Charme, sondern auch Schrecken. Als die Freunde in einem halb verfallenen Haus eine Leiche entdecken, vermuten sie, dass die Motorradgang Bandidos dahintersteckt. Und dann wird es richtig gefährlich.

Verlassene Gebäude haben etwas Spannendes, Gefährliches. Ich kann diesen Reiz sehr gut verstehen, gerade als Hobbyfotografin. Umso neugieriger war ich auf diese Geschichte. Um ehrlich zu sein müsste ich nicht gerade mitten in der Nacht durch verlassene Gebäude streifen, schon tagsüber kann das gefährlich sein. Umso spannender empfand ich es im Buch.

Im Schreibstil und der Ausarbeitung der Charaktere merkt man, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt. Es ist alles relativ einfach gehalten und die Probleme beschäftigen sich mit “typisch” jugendlichen Problemstellungen. So weit gab es hier also keine wirklichen Überraschungen für mich.

Angst beginnt an den Haarwurzeln. Wie ein kühler Hauch weht sie einem über die Haut. Der Mund ist plötzlich trocken und das Herz schlägt schneller.
Zitat Seite 29

Der Nervenkitzel, beim Besuchen der alten Fabrikgelände ist im Buch fast schon spürbar. Das hat mich an “Lost Places” dann auch ziemlich begeistert. Die Geschichte rückte für mich teilweise schon etwas in den Hintergrund, da sie recht einfach gehalten und fast schon vorhersehbar gewesen ist. Das Feeling und die Atmosphäre des Buches hat mich dagegen direkt gepackt. Dadurch habe ich es auch an ich glaube einem einzigen Tag durchgelesen. Leider reicht diese Faszination aufgrund meinem Hang zur Fotografie jedoch nicht aus um diesem Buch die vollen fünf Sterne zu geben. Stattdessen gebe ich im sehr gute 3,5 Sterne. Die Story ist teilweise wirklich etwas flach und rückte für mich mitunter etwas zu sehr in den Hintergrund. Ich denke das liegt aber wohl eher an mir persönlich. Würde ich selbst nicht fotografieren und öfter vor Zäunen stehen und wünschen ein solches Haus mal von innen zu fotografieren, nun dann wäre diese Wertung mit Sicherheit wohl anders ausgefallen.

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