Zunächst einmal: ich liebe dieses Buch allein schon wegen dem tollen Cover! Ist es nicht super? Ich hätte nie gedacht, dass mich diese Art von Cover so direkt und bedingungslos ansprechen könnte. Doch sie hat es und es folgte direkt der Drang auch die anderen beiden Bücher zu lesen, die ähnliche Cover aufweisen. Warum ich nicht die ersten beiden Bände zuerst gelesen habe? Nun ganz einfach, ich habe sie einfach nicht bemerkt und bin auf dieses Buch erst aufmerksam geworden, als es unverhofft in meinem Briefkasten auftauchte! Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Deutschen Taschenbuch Verlag für das Exemplar.

Im Sommer hatte ich den Fehler begangen, meiner Mum zu erzählen, womit ich meinen Lebensunterhalt verdiente. Nicht das mit der Polizei – das wusste sie natürlich, sie war bei meiner Abschlussfeier in Henden dabei gewesen. Nein, ich meine, dass ich für die Abteilung der Metropolitan Police arbeitete, die fürs Übernatürliche zuständig ist. Meine Mum hatte sich das als “Hexenjäger” übersetzt…
Seite 11

Der Einstieg ins Buch klingt vielversprechend oder? Peter Grant ist Police Constable und gleichzeitig Lehrling der Zauberei. Dies sind zwei Eigenschaften, die meiner Meinung nach gegensätzlicher nicht hätten sein können und doch machen sie irgendwie den Reiz am Buch aus. Wie schafft der Autor es beides miteinander zu verbinden, ohne dass es gestellt oder seltsam erscheint? Das ist eine Herausforderung, an der sicher so einige scheitern würden. Nicht so jedoch Ben Aaronovitch. Er hat beides so geschickt miteinander verflochten, dass es fast schon natürlich und einfach selbstverständlich erscheint.

“Aufstehen, Peter”, sagte Detective Inspector Stephanopoulos. “Wird Zeit, dass Sie mal wieder ein bisschen ordentliche Polizeiarbeit leisten.”
Seite 31

Beide Seiten gehen oft fast humorvoll miteinander um. Natürlich gibt es auch im Buch Skeptiker – alles andere wäre bei der Anordnung auch unverständlich gewesen. Manchmal scheint es fast, als hätte der Autor an wirklich alles gedacht und erklärt das Geschehen in logischer Abfolge. Manchmal ist er dabei jedoch leider fast schon zu detailreich wodurch die Geschichte etwas verliert. Gut finde ich dagegen, dass immer wieder Hinweise auf vorherige Bücher in das Geschehen einfließen ohne wirkliche Rückblenden zu verwenden. Das ist sehr angenehm, unterstützt aber auch mein Bedürfnis die anderen Bücher zu lesen. Absicht? Ich nehme es an und dem Autor keinesfalls übel! So muss es sein, denn nur wenn man ein Buch vollständig kennen und die Rand- bzw. Vorgeschichten kennen möchte, ist es wirklich gut. Entsprechend steht für mich fest: die ersten beiden Bände kaufen und dann nochmals alle drei lesen! Für diese Leistung gibt es von mir aktuell nur vier Punkte, denn eine gewisse Steigerung für das erneute Lesen muss ja auch noch bleiben oder? Es steht schon jetzt definitiv ein dickes Plus dahinter 😉

2 Replies to “Ein Wispern unter Baker Street

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.