Es ist inzwischen wirklich mehr als lange her, dass ich einen Fantasy Roman der alten Schule gelesen habe. Schon als ich vor einigen Wochen “Die Wächter von Avalon” das erste Mal sah, war meine Neugierde geweckt und es stand fest, dass ich dieses Buch lesen wollte. Leider kam ich nie dazu es mir zu holen, doch da es erst im März erschienen war, fand ich es nicht allzu schlimm. Umso erfreuter war ich jedoch, als mich die Autorin Amanda Koch kontaktierte und fragte ob ich das Buch gern lesen würde. Und wie ich wollte! 🙂

Doch es stellte sich heraus, dass die Ewigkeit nur zweihundertzwanzig Jahre andauerte…
Seite 9

Die erste Seite der “Wächter von Avalon” zog mich direkt in ihren Bann. Dieser letzte Satz war so geheimnisvoll und gleichzeitig versprach er dermaßen viel, dass ich direkt weiter lesen musste. Leider kam anschließend erstmal die Ernüchterung, denn so beeindruckend die erste Seite, so nüchtern waren die nächsten zwanzig. Das Geschehen plätscherte dahin und ich gebe zu ich hätte das Buch fast zur Seite gelegt. Die Fantasy-Elemente wirkten teilweise fast erzwungen und klischeehaft, schade wie ich fand. Da hatte ich mir doch irgendwie mehr erhofft.

Als sie an der Treppe stand, blickte sie noch einmal in den Raum. Alles war beinahe wie vorher. Verstaubt, aber nicht unberührt.
Seite 25

Glücklicherweise blieb es nicht so 🙂 Schon wenige Seiten später hatte mich die Geschichte langsam gepackt und ich habe begierig weiter gelesen. Ich glaube drei Viertel des Buches habe ich an knapp einem Tag gelesen. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand geben. Die Geschichte war so fesselnd und was vorher fast störend wirkte, erschuf nun ein beeindruckendes Bild, das den Leser in den Zauber Avalons und der magischen Welt hüllt. Es war grandios, beeindruckend und unglaublich gefühlsanregend. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob dies wirklich die richtigen Worte sind, um meine Gefühle während des Lesens zu beschreiben. Sie werden den Eindrücken jedenfall kaum gerecht. Ich kann nur sagen, lest es und erlebt es selbst!

Es waren ihre Augen. Sie zogen ihn in einen seltsamen Bann und beinahe versank er in diesem strahlenden Grün. Diesen intensiven Ausdruck hatte er noch nie bei ihr gesehen.
Seite 55

Der Zauber der magischen Welt schwimmt zwischen den Worten Amanda Kochs – wirklich ein einmaliges Lesegefühl. Die Charaktere, so normal und klischeehaft sie zunächst scheinen, umso magischer und tiefgreifender sind sie später in der Geschichte verankert. Sie wachsen mit jeder Seite weiter und auch die zunächst begleitete Hauptperson Esmé wird immer vertrauter. Zunächst fand ich überhaupt keinen Draht zu ihr – Raven der zweite Hauptcharakter war mir hier schon lieber – doch mit den Seiten gab sich dieses Gefühl und man tauchte als Leser immer weiter in ihre Welt ab. Zusammen müssen sie sich einer Herausforderung stellen, von deren Gelingen das Schicksal der magischen Welt abhängt. Das ist eine große Verantwortung und alles andere als einfacher. Umso verständlicher sind auch die Zweifel, die Esmé zwischendurch hegt. Doch das Band zwischen beiden ist stark und gibt ihnen Kraft.

Insgesamt war dies ein Buch, das meine Erwartungen mehr als erfüllt hat. Es ist ein beeindruckendes Leseerlebnis, dass tiefgründiger kaum sein könnte. Wirklich, wirklich empfehlenswert! Es hat mich dermaßen mitgerissen, dass ich schon die Fortsetzung begierig erwarte und am liebsten direkt weiter lesen würde 🙂 Dafür gibt es von mir die vollen 5 Sterne! Ein mehr als empfehlenswertes Buch!

Weiterführende Infos:
www.diewaechtervonavalon.de
www.facebook.com/DieWaechtervonAvalon

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