Auf dieses Buch wurde ich aufgrund seines Covers aber auch des Titels aufmerksam. Beim Stöbern durch die Vorschauen blieb ich einfach daran hängen und wollte wissen was das Geheimnis ist. Geheimnisse wecken irgendwie immer die Neugierde und so habe ich es natürlich auch gelesen.

Um einen Fluch zu bannen, musst du seine Quelle finden

Simon Watson lebt allein in einem verwitterten Haus an der Küste Long Islands. Eines Tages findet er ein altes Buch auf seiner Türschwelle, das ihn sofort in seinen Bann zieht. Die brüchigen Seiten erzählen von einer großen Liebe, vom dramatischen Tod einer Schwimmerin und vom tragischen Schicksal einer ganzen Familie – Simons eigener Familie. Denn wie es scheint, finden die Watson-Frauen seit 250 Jahren im Wasser den Tod – immer am 24. Juli. Auch Simons Mutter ertrank in den Fluten des Atlantiks. Als nun seine Schwester Enola zu Besuch kommt, scheint sie seltsam verändert – und der 24. Juli steht unmittelbar bevor …

Einstieg

Der Einstieg ins Buch war sehr gut. Es beginnt relativ seicht mit einem einfachen Mann (Simon) und einem Buch, dass dieser geschickt bekommt. Dieses Buch ist alt, sehr alt und weckt direkt sein Interesse als Bibliothekar – ok meines hätte es vermutlich auch direkt geweckt 😉

Charaktere

Simon ist ein einfacher Mann, der vor allem für die Bücher und seine Arbeit lebt. Er ist fast schon ein Einsiedler. Hat allerdings ein paar Freunde, mit denen er hin und wieder etwas unternimmt. Er wohnt noch immer im Haus seiner Eltern, das jedoch mehr und mehr verfällt da er sich nicht darum kümmert.

Alice ist seine Kollegin und wohl das was einer Freundin am nächsten kommt. Ihre Beziehung zu Simon ist etwas schwierig, denn er ist zum einen ein etwas seltsamer Mann und zum anderen ist ihre Familie bereits seit Jahrzehnten mit seiner befreundet.

Enola ist Simons Schwester und seine einzige lebende Verwandte. Die beiden haben nicht viel Kontakt zueinander und auch ihr Verhältnis ist nicht unbedingt eng. Wer sich fragt, welcher von beiden wohl seltsamere Eigenheiten besitzt, ist die Antwort nur schwer zu finden, da sowohl Simon wie auch Enola ihre Eigenheiten haben.

Handlung_Stil

Der Aufbau des Romans ist etwas schwierig. Es gibt immer wieder Rückblenden, die den Inhalt des alten Buches erzählen. Dabei handelt es sich allerdings nicht einfach um die abgedruckten Seiten sondern um die Erzählung der damaligen Geschehnisse. Sie durchbrechen die aktuelle Zeit immer wieder und geben dem Leser so Hintergrundinformationen. Der Wechsel erfolgt kapitelweise wobei nicht mit jedem Kapitel zwangsläufig auch einer stattfindet.

Die Handlung dreht sich im Wesentlichen um den Fluch. Das Rätsel der Hintergründe, der Suche nach einer Lösung und der seltsamen Geschehnisse der Gegenwart. Gleichzeitig kommt Simon so noch Geheimnissen der Vergangenheit und seiner eigenen Familie auf die Schliche und alles scheint zwischendurch zu zerfallen.

Der Schreibstil unterstützt die etwas mysteriöse Geschichte rund um das alte Buch und Simons Familie. Er ist recht nüchtern, lässt viel Raum zur Interpretation und ist leider manchmal auch etwas trocken. Dies soll vermutlich die Spannung heben, sorgte bei mir mitunter aber eher für Langeweile.

Fazit

Der Fluch ist ein interessantes Thema und von den Hintergründen auch gut angelegt. Leider schaffte es der Schreibstil nicht mich restlos in die Geschichte eintauchen zu lassen. “Das Geheimnis der Schwimmerin” liest sich teilweise einfach zu monoton. Da bleibt die Spannung aus. Das ist schade, denn aufgrund des Titels und des Klappentextes hatte ich mir irgendwie mehr erhofft.

3-5Sterne

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