Dieses Buch hatte schnell mein Interesse geweckt. Der Titel war allerdings derart seltsam, dass ich mir nicht wirklich etwas darunter vorstellen konnte. Der Klappentext änderte nicht viel daran, dennoch spukte “Bezüglich Enten und Universen” noch eine ganze Weile in meinem Kopf herum. Als es schließlich im Rahmen einer Aktion Amazons vergünstigt als ebook angeboten wurde, habe ich dann zugeschlagen.

An einem nebligen Montag des Jahres 1986 teilt sich das Universum plötzlich und ohne Vorwarnung.
Fünfunddreißig Jahre später: Felix Sayers, ein Kochbuchautor im San Francisco des Universums A, verbringt seine Tage damit, im Coconut Café davon zu träumen, einen Krimi im Agatha-Christie-Stil zu verfassen. Aber all das ändert sich, als Felix ein Foto von sich und seinem Vater entdeckt – datiert auf zehn Tage vor seiner Geburt. Das kann nur eines bedeuten: Felix hat ein »Alter« in Universum B. Von der Angst ergriffen, dass sein Roman möglicherweise bereits existiert, übertritt Felix die Grenze in das San Francisco von Universum B und stößt in einer gefährlichen Suche nach der Wahrheit über sein anderes Ich, über die Ereignisse eines bestimmten Montags und über eine unberechenbare Badeente, bevor seine Zeit in beiden Welten abgelaufen ist.

Der Grundgedanke der Geschichte ist klar: Es gibt zwei Universen, die scheinbar zufällig geschaffen und miteinander verknüpft werden. Es scheint klar zu sein, wer dafür verantwortlich ist und dennoch ist alles irgendwie ganz anders. Ich muss sagen, es fängt recht gewöhnlich an. Wie ein x-beliebiges Buch, fast schon langweilig. Doch mit jeder weiteren Seite wird man als Leser mehr in die Geschichte verstrickt und merkt gar nicht, wie sich ihr Zauber entfaltet.

Leider ist es mir darüber auch entgangen Zitate zu markieren (Asche auf mein Haupt), doch das braucht dieses Buch eigentlich auch nicht. Ich wäre mir zudem nicht sicher, ob ich zuviel verrate oder aber es total seltsam und aus dem Zusammenhang herausgerissen wirken würde. Sei es drum.

Was mich besonders fasziniert hat waren die vielen kleinen Unterschiede, die gar nicht mal so unrealistisch und aus unserer tatsächlichen Wirklichkeit herausgeboren wurden. Alles findet man auf die eine oder andere Art in unserem Universum wieder. Warum sollte es also nicht auch mehrere Universen geben? Mit dem Gedanken daran beschäftigen sich ja schon jetzt verschiedene Wissenschaftler. So erfunden ist das also alles gar nicht.

Wenn man also bedenkt, dass hier keine fantastische neue Idee aufgegriffen und dargestellt wird, ist “Bezüglich Enten und Universen” ein wirklich beachtliches Werk. Es ist gefühlt kurzweilig und voller interessanter Kniffe. Es mag teilweise etwas verworren wirken, doch alles klärt sich direkt auf. Dadurch gerät man als Leser nicht ins Stocken und kann sich beim Lesen entspannen. Ein herrliches Buch, das von mir insgesamt 4 Sterne bekommt. Fantasy-Fans werden es lieben und all die anderen da draußen, nun die sollten dieses Buch zumindest in Betracht ziehen. Denn eigentlich ist es kein Fantasy, sondern nur aufgearbeitete und interessant verpackte Realität.

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