Oh es ist einige Zeit her, dass ich ein Buch von Markus Heitz gelesen habe *hust*. Schon vor Wochen habe ich von seinem neuesten Werk „Wédora – Staub und Asche“ gehört und wusste direkt, das muss ich lesen. Leider hat es bisher noch nicht geklappt, aber dank der Livelesung konnte ich zumindest etwas Wédora-Luft schnuppern.

Eine Lesung mit Konzertatmosphäre. Da wäre ich tatsächlich gern dabei gewesen, aber der Livestream ist ja eine gute Entschädigung. Wie schon auf der FBM ist er wieder extrem sympathisch und beginnt die Lesung mit Humor 🙂

Zunächst beginnt es wieder mit dem typischen Kurzabriss zu seiner Person. Diesmal jedoch gepaart mit einigen Infos zur Entstehung von Wédora.

Dann nach einigen weiteren kleinen Anekdoten und einer kurzen Vorstellung der Figuren und schon konnte die erste Szene gelesen werden. An dieser Stelle sei gesagt, dass es echt Spaß macht Markus Heitz zuzuhören. Der Autor weiß halt am besten, wo Kunstpausen sein sollten 😉

Der erste Abschnitt verspricht bereits Spannung. Magie gepaart mit Verbrechen und interessanten Figuren. Gekonnt hat Heitz den Abschnitt natürlich mit einem Cliffhanger beendet. Aber er hatte ja angedroht, dass er die Zuhörer etwas ärgern würde.

Nach einem kurzen Murks seitens meiner Internetverbindung ging es danach mitten im zweiten Leseabschnitt weiter. Auch diesmal wieder sehr unterhaltsam und glücklicherweise ohne Cliffhanger. Ich glaube einen weiteren hätte ich so direkt auch nicht verkraftet.

In Abschnitt 3 fällt mir dann die ungelaubliche Kreativität in der Namensgebung auf. Ok, die kennt man bereits aus seinen anderen Büchern aber dennoch. Ich bemerke sie immer wieder positiv 🙂

Abschnitt 4 mit einem Berg an sich zersetzenden Leichen war dann doch irgerndwie eklig. Auf der anderen Seite gibt es mir allerdings auch zu denken, dass es unter anderem diese Szenen bzw. der Schreibstil in diesen Szenen ist, warum ich ein Buch lesen will.

Nach einem erneuten kleinen Cliffhanger mit einer eventuell schizrophränen Bestie, oder auch nicht, geht es dann zur Fragerunde.

Zunächst ein kleiner Ausblick. Im nächsten Jahr gibt es zur Buchmesse in Mainz mal ein ganz neues Projekt von ihm. Ein Mystery-Thriller – ohne Vampire, Werwölfe, Spiegelwesen oder Bestatter oder so…

Frage: Welches Buch hatte den schlimmsten Cliffhanger, das er selbst gelesen hat.

Diese Frage bringt Markus Heitz ins rudern. Es ist einfach zu lange her, dass er selbst etwas gelesen hat. Er entscheidet sich daher lieber einen Film zu nennen und zwar Inception.

Frage: Warum hat Markus Heitz lange nicht gelesen?

Klare Antwort: Die Tage haben eben nur 24h. Daraus resultiert einfach ein Zeitproblem. Zudem liest aus Prinzip kein Fantasy, Science oder irgendwas in der Richtung um hinsichtlich seiner Bücher nicht beeinflusst zu werden. Die Szene kennt sich zwar untereinander aber er liest nichts aus diesem Genres.

Frage: Welche Topoi/atmosphärische Elemente haben Sie bewusst genutzt um die 1001 Nacht Atmosphäre zu erreichen.

Antwort: Er hat versucht möglichst die Klischees zu umschiffen. Dennoch konnte man natürlich nicht alles weglassen, er hat sich aber bewusst für einige entschieden.

Frage: Werden die Zwerge verfilmt?

Antwort: Ja die Pläne bestehen weiterhin. Bisher hat sich aber noch nichts neues ergeben was man mitteilen könnte.

Frage: Was war Dein Hauptcharakter bei DSA?

Antwort: Er hatte gleich zwei Charaktere, einen Elf und einen Zwerg. Den Elfen hat es recht schnell erwischt und so fand er recht schnell die Zwerge cooler. Im Ergebnis hat er über sie Bücher geschrieben 😉

Frage: Wie groß ist seine Büchersammlung?

Antwort: So groß ist sie gar nicht. Sie ist etwas geschrumpft aber dennoch gibt es Bücher bei ihm daheim 😉 Insgesamt sind es so etwa 300 -350 was eigentlich doch recht beachtlich ist.

Frage: Wenn man viele große Buchreihen schreibt, besteht da nicht die Gefahr etwas zu vermischen.

Antwort: Die Gefahr besteht tatsächlich, deswegen schreibt er nicht an mehreren gleichzeitig. Dennoch muss er teilweise etwas auftauchen, dass es da keine Übergriffe gibt.

Frage: Was bedeutet Wédora?

Antwort: Es heißt einfach Wasser und bildet damit einen tollen Kontrast zur Wüstenwelt. Die Sonderzeichen gibt es übrigens nur weil er sie selbst einfach mag.

Daraus resultiert auch die Namensgebung. Wenn er einen sucht, nimmt er einfach Gegenstände in seinem Umkreis und schaut was drauf steht. Das dann rückwärts und mit einigen Sonderzeichen, schon hat man einen tollen Fantasynamen.

So es gab noch eine ganze Reihe weiterer Fragen. Aber die könnt ihr euch auch in der Aufzeichnung der Lesung ansehen 🙂 Übrigens: Die Cliffhanger sind reine Schadensfreude.

Abschließend, ich habe das Buch bisher nicht. Will ich es jetzt noch mehr lesen? Ja definitiv. Die Lesung macht einfach Lust darauf 🙂

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