Dieses Buch habe ich schon eine halbe Ewigkeit auf meiner Wunschliste und habe es zu Weihnachten endlich als Hörbuch bekommen 🙂 Aufmerksam wurde ich damals durch andere Blogs, die begeistert von James Lee Burkes Werk berichteten. Ich weiß gar nicht mehr genau, warum ich es mir letztlich als Hörbuch gewünscht habe, aber inzwischen bin ich doch recht froh darum.

„Ich bin hinter der alten Kirche in Chapala Crossing und habe gerade neun Leichen gefunden, die hier begraben wurden. Alles Frauen. Benachrichtigen Sie bitte das FBI und rufen Sie auch die Kollegen vom Brewster County und vom Terrell County an. Die sollen Unterstützung schicken.”

Der Geruch des Todes! Auf den Hinweis eines anonymen Anrufers hin, gräbt Sheriff Hackberry Holland hinter einer verlassenen Kirche die Leichen von neun Frauen aus, notdürftig mit einem Bulldozer plattgewalzt. Es handelt sich dem Anschein nach um illegale Einwanderer aus Asien, die in Texas nahe der mexikanischen Grenze als Prostituierte arbeiteten. Bei der Suche nach dem Anrufer gerät Holland mit Isaac Clawson von der Einwanderungs- und Zollfahndungsbehörde ICE aneinander. Nach dem Mord an seiner Tochter ist er auf seinem eigenen Rachefeldzug. Bevor sie den einzigen Tatzeugen, Pete Flores, und dessen Freundin Vikki Gaddis ausfindig machen können, befinden sich diese bereits auf der Flucht vor den eigentlichen Drahtziehern, zu denen Jack Collins — genannt Preacher— zählt, ein Psychopath, dem man besser nicht zu nahe kommt.

Dietmar Wunder ist die Idealbesetzung für Burkes vielschichtigen Roman voller zerrissener Charaktere zwischen sozialer Härte und Tragik.

Einstieg

Der Einstieg ins Hörbuch ist sehr einfach. Das liegt meiner Ansicht nach zu einem großen Teil auch an Dietmar Wunder, der als Sprecher eine wirklich grandiose Wahl gewesen ist. Einen Eindruck von ihm erhaltet ihr über die Hörprobe weiter unten. Die Story beginnt spannend und wie für dieses Genre üblich mit einem Verbrechen. Dank sehr gutem Schreibstil und hervorragenden Sprecher sitzt der Hörer schnell gebannt vor dem Lautsprecher.

Sprecher

Dietmar Wunder ist ein Sprecher, der mich bereits bei „Engelskalt“ überzeugen konnte, dessen Fähigkeit mir allerdings erst jetzt in „Regengötter“ so richtig bewusst wurde. In James Lee Burkes Thriller gibt es eine Reihe von Personen, die jede vom Sprecher eine eigene Stimme erhalten – teilweise auch mit passendem Akzent. Hier gibt es keine Überschneidungen, so dass schon allein durch die Stimmlage erkennbar ist, wer gerade spricht. Das Besondere dabei: die Eigenheiten der jeweiligen Stimmumsetzung passen auch zum entsprechenden Charakter. Ist es eine cholerische Figur, ist es an der Stimme zu erkennen. Ist sie recht hochnäsig, merkt der Leser es ebenfalls direkt. Durch die Vielzahl der Figuren im Buch zeigt Dietmar Wunder hier echtes Können und schafft es schon allein durch seine Fertigkeiten zu begeistern.

Ich muss sagen ich bin wirklich froh, dass er auch „Glut und Asche“ gelesen hat, was ich als nächstes hören werden. Auch „Fremdes Land“, ein weiteres Buch von Burke, das im Mai diesen Jahres erscheint, wurde wieder mit ihm besetzt.

Handlung_Stil

Die Handlung von „Regengötter“ ist rasand, sehr spannend und immer wieder überraschend. Burke hat teilweise einen recht bildlichen Stil, was es mitunter etwas abstoßend macht und dank Wunder auch richtig zur Geltung kommt. Das Hörbuch ist für mich persönlich ein absolutes Highlight, denn die besonders spannenden und rasanten Stellen, werden auch entsprechend schnell gelesen. Dadurch wir die Spannung noch zusätzlich erhöht und ich habe mehr als nur einmal bedeutend länger im Auto gesessen nur um die jeweilige Szene fertig zu hören. Hier haben sich wirklich Autor und Sprecher gefunden, ein absolutes Dreamteam.

Fazit

Ihr sucht nach einem Highlight, einem Hörerlebnis mit Gänsehautmomenten in diverser Hinsicht? Dann ist „Regengötter“ eine hervorragende Wahl. Aber auch wenn ihr einfach nur nach einem guten Buch sucht, solltet er an Burkes Werk nicht vorbei gehen. Doch vorsicht: Hausarbeit ist hier neben dem Hören nur schwer möglich 😉

5-Sterne

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