Immer wenn längere Autofahrten anstehen suche ich nach einem interessanten Hörbuch für die Fahrt. Im vergangenen Jahr stand zu Weihnachten wieder eine solche Fahrt an, doch die Gestaltung der Fahrt war etwas schwieriger. Diesmal würde ich nicht allein fahren und meinen Verlobten mitnehmen. Immerhin hatte ich ihn schnell überzeugt, dass wir ein Hörbuch einlegen würden 🙂 Die Wahl fiel schließlich auf Mindreader, von dem ich hoffte, dass es auch ihm gefallen würde.

Dem Veteranen Sam Dryden läuft beim abendlichen Joggen ein Mädchen über den Weg, barfuß und zutiefst verängstigt. Rachel ist auf der Flucht. Warum jagen schwer bewaffnete Soldaten eine 12-Jährige? Schnell wird klar: Rachel ist kein normales Kind, denn sie kann Gedanken lesen. Doch von sich selbst weiß sie nur, dass sie seit ihrer Geburt gefangen gehalten wurde. Alle anderen Erinnerungen sind weg. Sam beschließt, ihr beizustehen. Allmählich kehrt Rachels Gedächtnis zurück. Und Sam muss sich eingestehen, dass das scheinbar so hilflose Mädchen über viel gefährlichere Gaben verfügt als die des Gedankenlesens.

Mindreader versprach spannende Hörstunden – das schlagende Argument auch für meinen Schatz ^^ „Solange es keine Schnulze ist, ist es ok.“ (Orginalzitat 😉 ). Ich habe im Vorfeld verschiedene begeisterte Meinungen zum Buch gesehen und war gespannt, ob auch das Hörbuch überzeugen würde. Gelesen wird es von Uve Teschner, den ich bisher noch nicht kannte. Das heißt bei mir allerdings nicht sehr viel, da ich eher selten lange genug Auto fahre um ein Hörbuch zu nutzen.

Was direkt auffiel: Der Sprecher überzeugt direkt mit seiner Stimme. Sie ist sehr angenehm, nicht zu aufgedreht und perfekt für ein Buch wie „Mindreader“. Nach den ersten zehn Minuten fragte ich meinen Fahrer ob wir weiter hören würden, was direkt mit Nicken beantwortet wurde. Das Hörbuch konnte einen „Nichtleser“ innerhalb weniger Minuten fesseln 😀 Ich glaube das allein sagt schon genug über Buch und Sprecher. Angenehm fand ich, dass ich so zwischendurch immer mal über das Gehörte diskutieren konnte. Das war für mich eine tolle Abwechslung, da wir normalerweise nicht über Bücher reden. Gleichzeitig war die Fahrt so aber auch erstaunlich ruhig, denn wir beide haben wie gebannt zugehört.

Inhaltlich konnte das Buch gut überzeugen. Der Schreibstil scheint flüssig, auch wenn dies im Hörbuch eher weniger rüber kommt. Teschner konnte die Stimmung des Buches jedoch gut übertragen und so tauchten wir problemlos in die Welt rund um Sam Dryden und Rachel ein. Beides sind sehr starke Charaktere aber besonders Sam hatte schnell meine Sympathie gewonnen. Das ging im übrigen nicht nur mir so 😉 Ich habe meinen Schatz nach seiner Wertung gefragt, Antwort: Ich könnte noch eines von dem Autor hören 😀 Na wenn das kein Lob ist oder? Entsprechend bekommt Mindreader von uns die vollen 5 Sterne 🙂

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