Nachdem mir der Auftakt zur Reihe insgesamt ganz gut gefallen hat, wollte ich natürlich auch den nächsten Band lesen. Der Vorteil: Sie sind bereits alle erschienen, sodass ich direkt weiterlesen konnte. Die große Entrüstung zum Ende des ersten Bandes blieb anders als bei den Jahrszeiten zwar aus, dennoch wollte ich wissen wie es weiter geht.

Ellysetta fürchtet sich vor Magie, solange sie sich erinnern kann. Doch nun, da der König der elfenhaften Fey, Rain Tairen Soul, sie als Seelengefährtin erkannt hat und sie heiraten will, kann sie ihre eigenen magischen Kräfte nicht länger leugnen. Außerdem benötigt Ellysetta diese Kräfte. Denn sie wird bereits von der dunklen Seite der Macht bedroht: Die bösen Magier der Eld wollen sie entführen und die Magie der schönen Frau für die eigenen Zwecke nutzen. Dabei schrecken sie vor nichts zurück. Schafft es Ellysetta mit der Liebe Rain Tairen Souls, sich der Gefahr zu stellen und der Dunkelheit zu entkommen?

Nach Band 1 „Im Bann des Elfenkönigs“ wusste ich ja bereits was mich hier erwartet. Die verschiedenen Figuren waren bekannt und auch wenn es eigentlich kaum Überraschungen geben konnte, war ich doch neugierig auf das Fortschreiten der Story.

Ellysetta ist eine sympathische junge Frau, die mir über das Lesen des ersten Bandes ans Herz gewachsen ist. Schon da zeigten sich einige Gefahren, die sich jedoch hauptsächlich auf den gesellschaftlichen bzw. politischen Aspekt bezogen. In der Fortsetzung „Herrin von Licht und Schatten“ tritt nun der magische Grundgedanke der Büche mehr in den Vordergrund. Erstmals erfahre ich als Leser mehr über die Figur ‚Ellysetta‘ und ihre Vergangenheit. Wie nicht anders vermutet ist diese sehr tragisch und damit kaum ein Gegenpol zu Rains Hintergründen. Dennoch macht C.L. Wilson ihre Figur mit diesem zusätzlichen Wissen immer interessanter – obwohl oder vielleicht gerade weil zu diesem Zeitpunkt mehr Fragen offen bleiben als tatsächlich beantwortet werden.

Dadurch wird meine Neugier immer weiter geweckt und das trotz kleinerer Ärgernisse. Die Übersetzung unterscheidet sich merkbar zu jener aus dem ersten Band. Während dort das kleine Kätzchen von Ellys Schwestern noch Liebchen genannt wurde, wird es jetzt ‚Love‘ gerufen – ein Umstand der mich über das gesamte Buch hinweg nervte. Dummerweise ist dies nicht der einzige Punkt, durch den es auffällt und gerade wenn der erste Band direkt davor gelesen wurde ist es umso ärgerlicher.

Die Leseunterhaltung an sich kann sich mit Band 1 aber durchaus messen. Der Schreibstil ist wie gewohnt locker und über die verschiedenen Kapitel hinweg flüssig. Die verschiedenen Handlungsstränge sind klar erkennbar und selbst kompliziert anmutende Intrigen fügen sich mühelos in das Gesamtbild ein. Dennoch konnte mich die Fortsetzung leider nicht restlos begeistern, weshalb ich auch hier nur 4.5 Sterne vergeben kann.

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