Heute hat Frauke Scheunemann aus ihrem aktuellem Buch „Hochzeitsküsse“ eine Livelesung auf Lovelybooks gegeben. Ich war natürlich wieder mit dabei und gebe euch hier ein Fazit zur Lesung 🙂

Veranstaltungsort der Lesung war das Münchener Theater im Kranz und es hörte sich sehr gut besucht an 🙂 Sehr gut finde ich übrigens, dass die Eintrittspreise an den Deutschen Tierschutzbund, Landesverband Bayern e.V. gespendet werden.

Hauptfigur ist der Dackelmischling Herkules, denn schließlich „kommt es ja nicht auf die inneren Werte an“ so Frauke Scheunemann. Deswegen ist der Dackel ein Mischling mit einem adeligen Namen 🙂 Sehr sympathisch wie ich finde. Der Hintergrund hinter der Idee ist wie mir scheint, die Liebe zum Tier. Frauke Scheunemann hat selbst einen Hund und ist (wie auch ich selbst) fest davon überzeugt, dass Tiere uns Menschen auch sehr gut verstehen – manchmal auch besser als wir glauben. Herkules versteht übrigens nicht nur sein Frauchen sondern auch den Kater Beck, der eine zweite, wichtige Rolle spielt.

In der Lesung zeigt sich, dass die Welt um Dackel Herkules bereits sehr breit ausgebaut ist. Es gibt eine Vielzahl an Figuren, die interagieren und mit jedem Buch gewachsen sind. Jetzt finde ich es fast schade, dass ich die Bücher bisher noch nicht gelesen habe.

Nach der einführenden Unterhaltung beginnt Frau Scheunemann schließlich mit dem „Vorlesen“. Kapitel 1 ist angesagt und Herkules mir schon nach wenigen Sätzen direkt sympathisch. Wenn ein Dackel den Brautstrauß fängt, dann ist das ein Garant für allerlei Turbulenzen 🙂 Die Vergleiche zur Situationserklärung sind übrigens einfach königlich *g* Interessant, dass hier nicht die Frau diejenige war, die heiraten möchte sondern der Mann. Dackel Herkules wird hier ja unwissentlich zum Helfershelfer 🙂

Der erste Teil war ja echt super, macht wirklich Lust auf das Buch – oder aber es liegt an Frau Scheunemann, die wirklich super gelesen hat. Herkules ist übrigens die „Stimme der Vernunft“ so Frau Scheunemann und zeigt nicht wie zunächst angenommen, die Sichtweise des Mannes 😉

Schreibphasen leben bei Frau Scheunemann übrigens von einem Notizbuch, das zum stetigen Begleiter wird. So können Ideen und Gedanken zum neuen Buch direkt festgehalten werden. Das ist eine gute Variante um nichts zu vergessen.

„Er ist nicht gerade die hellste Kerze auf der Torte.“ als Umschreibung für vermeintlich weniger intelligent ist, wie ich finde, auch eine super Bezeichnung 🙂 Ich habe die bisher nicht gehört und musste jetzt gerade schon schmunzeln. Ach ja: Dies ist übrigens die Beschreibung von Dackel Herkules für Baby Henry ^^

„Tipps zur allgemeinen Lebensführung“ von der Mutter Hedwig scheint übrigens auch bei Herkules‘ Frauchen ein Problem zu sein. Das ist wie aus dem Leben vieler Frauen gegriffen oder? 😉 Doch während ich noch darüber grübele gibt es schon die nächsten Amüsements ^^ Mir gefällt das Buch immer besser 🙂

Da kommt natürlich gleich die Frage auf, ob es für Hedwig ein reales Vorbild gibt. Eine zu erwartende Frage, die natürlich gleich verneint wird. Der nächste Gedanke wäre, ob es Frau Scheunemann schon einmal passiert ist, dass sich jemand bei ihr mit der Bitte gemeldet hat, im Buch genannt zu werden. In Amerika scheint dies wohl durchaus möglich zu sein und auch Frau Scheunemann sieht hierin einen guten Ansatz für karitative Zwecke. Der zu entrichtende Betrag für die Nennung im Buch würde dann gespendet – ein guter Ansatz, der sich aber wohl nur schwer umsetzen lässt.

„Zickige Frauen = Anspruchsvoll“ (Zitat Frau Scheunemann) – merkt euch das ihr Männer 😉

Können wir von Herkules lernen? Laut Frau Scheunemann definitiv. Herkules erlebt den Moment als solchen, uns Menschen ist das leider nicht immer so möglich. Dadurch verpassen wir manchmal auch sehr viel.

Die nächste Szene ist dann der Versuch von Herkules durch die Katzenklappe zu gelangen. Mit dabei ist Kater Beck, der seinen Freund mit zahlreichen guten Sprüchen unterstützt. Übrigens scheint es ein allgemeines Leiden der Hunde zu sein, dass sie gar nicht oder nur schwer durch die Klappen gelangen. Unsere Mischlingshündin (Schäferhund-Collie-Mix) hat dies auch schon versucht um mit unserem Kater weiter zu spielen. Tja, es reicht nicht mal für den Kopf 🙁 Deswegen liegt sie meist direkt dahinter und schaut ins Zimmer – der Kater hockt natürlich auf der anderen Seite und guckt sie an. Ein wirklich tolles Bild, das uns immer wieder zum Lachen bringt. Mit Herrn Beck und Herkules ist es ähnlich, doch den beiden gelingt es wenigstens mit vereinten Kräften Herkules durch die Klappe zu bringen 😉

Im weiteren Verlauf des dritten Leseabschnitts steht für mich fest: Ich MUSS dieses Buch haben!! Ich liege hier gerade vor Lachen halb unterm Tisch *gg*

Nun geht es an die Fragen:

Wer ist ihr literarisches Vorbild und mit wem würden Sie gern ein Buch schreiben?
Antwort: Agatha Christie, Frau Scheunemann liebt einfach die klassische, englische Literatur.

Warum ist die Hauptfigur ausgerechnet ein Dackel?
Antwort: Der Dackel ist die liebste Hunderasse von Frau Scheunemann.

Wie schafft Frau Scheunemann es sich so gut in den Dackel hinein zu versetzen?
Antwort: Es ist eigentlich gar nicht klar, ob sie sich wirklich so gut hinein versetzt. Sie schreibt einfach das, von dem sie glaubt, dass es gerade im Kopf des Hundes rumschwirren könnte 😉

Natürlich gab es noch sehr viele weitere Fragen, die ich hier gar nicht alle nennen kann. Wenn ihr die Lesung auch noch einmal schauen möchtet, dann schaut einfach auf Lovelybooks. Dort gibt es eine Aufzeichnung der Livestream-Lesung.

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