Willkommen zu Tag 3 der Blogtour zum Buch „Die Stadt der verbotenen Träume“ aus dem Arctis Verlag. Heute geht es um die Traumseher, die in der Gesellschaft des Buches zwar geächtet werden, aber dennoch einen wichtigen Bestandteil der darin gezeichneten Gesellschaft bilden.

Definition Traumseher

Traumseher sind Personen, welche die sogenannte Traumpest verbreiten. Als Traumpest wird eine ansteckende Krankheit beschrieben, durch welche Menschen Albträume bekommen. Als hauptsächliches Erkennungsmerkmal wird der Besuch des Albdrückers gesehen. Dieser setzt sich auf den Brustkorb des Traumsehers und dringt in dessen Träume ein. Außenstehende können den Albdrücker nicht sehen, erkennen ihn allerdings an den klagenden Lauten sowie den dunklen Augen des Traumsehers.


„Und so wurde die Traumpest aus unserer Mitte vertrieben, diejenigen, die sie verbreiten, wurden in die Kolonien geschickt oder hinter Mauern gesperrt, wo die Krankheit in Schach gehalten werden konnte. Die Albdrücker liefen nicht länger frei herum, sondern flohen in die Dunkelheit, aus der sie gekommen waren, und erschienen fortan nur noch einigen Verdammten, die sie in ihrem Blut tragen.“
Zitat S. 31

Der Ursprung der Traumseher reicht sehr weit zurück. Wie weit genau wird nur in Andeutungen geklärt, jedoch scheinen sie mit zu den ersten Bewohnern der Insel gehört zu haben – eben bis sie als Gefahr angesehen und vom herrschenden Rat als fortan Aussätzige bezeichnet wurde. Die sogenannten Befleckten, werden mit ihrer Entdeckung in eine Art Sammelunterkunft gebracht. Dort werden sie eingepfercht und unter für unsere Begriffe unmenschlichen Bedingungen „gehalten“. Sie sind Menschen unterster Klasse, haben keine Rechte und müssen sich mit sehr wenig zufrieden geben.


„Statt fester Türen haben die Zellen nur Gitter. Im Vorbeigehen kann ich flüchtig hineinschauen. Einige Insassen haben sich auf den blanken Pritschen ausgestreckt. Andere kauern in der Ecke oder liegen auf dem Boden, das Gesicht in den Händen vergraben.“
Zitat S. 220

Ihr seht, Traumseher haben es in dieser Gesellschaft nicht wirklich leicht. Werden sie entdeckt, sperrt man sie weg. Wer in diesen „Zellen“ oder während der Arbeit nicht stirbt, muss befürchten aufgrund vorgeschobener Gründe hingerichtet zu werden. Viele Alternativen gibt also nicht – außer vielleicht jener sich zu verstecken. Doch wo soll man sich auf einer Insel verstecken, auf der alle auf engstem Raum zusammenleben und man durch jeden verraten werden könnte? Natürlich könnten sie versuchen von der Insel zu fliehen, doch diese wird nur von sehr wenigen Schiffen angesteuert und das Festland ist zu weit entfernt um zu schwimmen.


Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in das Leben oder vielmehr das Schicksal der Traumseher geben. Wer mehr über sie erfahren möchte, sollte das Buch lesen. Glücklicherweise könnt ihr im Rahmen dieser Blogtour 3x ein Buch + passendem Traumfänger gewinnen. Jeden Tag stellen wir euch eine Frage, die ihr in den Kommentaren beantworten könnt. Die Tagesfrage heute lautet:

Wärst du ein Traumseher – würdest du dich stellen, dich verstecken oder doch lieber versuchen von der Insel zu fliehen?

Beantworte diese und die Fragen unter den anderen Tourbeiträgen bis zum 17.09. und landet im Lostopf für die drei Bücher und Traumfänger. Den vollständigen Tourplan findet ihr hier. Mit eurer Teilnahme erklärt ihr euch wie immer mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.

26 Replies to “Die Stadt der verbotenen Träume – Traumseher

  1. Hallo! Was ein toller Beitrag – der hat mich gleich NOCH neugieriger gemacht, danke dafür!

    Ich denke mal, dass ich zu fliehen versuchen würde. Besser bei dem Versuch sterben, als in ewiger Angst oder Gefangenschaft zu leben.

    Liebe Grüße

    Rica

  2. Hallo! ☺️
    Wow, die Traumseher haben ja wirklich ein schwieriges Schicksal. Ich gehöre eher der Sorte an, die sich wohl so gut wie möglich verstecken und anpassne würde, so lange es geht. Wenn das aber nichg mehr möglich ist, würde ich eher einen Fluchtversuch wagen, als gar nichts zu unternehmen und mich einfach fangen zu lassen. In den Zellen will ich nämlich nicht verrotten.

    Liebe Grüße,
    Klaudia

  3. Hey Annett,

    Ein toller Beitrag, bei dem ich die Frage mal direkt beantworten kann ohne groß zu überlegen: ich würde den Versuch wagen und fliehen, denn was hat man als Traumseher schon zu verlieren, wenn man sie eh wegsperrt. Sich zu verstecken ist in meinen Augen keine Alternative, denn wer will schon ein Leben im Schatten führen und immer die Furcht im Nacken haben entdeckt zu werden. Nee, dafür bin ich zu gerne frei 😉

    Liebe Grüße Ina

  4. Hallo,
    ich glaube, ich würde erstmal versuchen, mich zu verstecken und dann mir die Zeit für einen hoffentlich guten Fluchtplan nehmen, der dann hoffentlich aufgehen würde. Und freiwillig stellen, um mich einsperren zu lassen? Nein, auf gar keinen Fall.

    Liebe Grüße, Jutta

  5. Hallo!
    Das ist ja ein toller Beitrag! 😃
    Ich denke, ich würde versuchen zu fliehen,auch wenn es gefährlich ist. Alles andere wäre auch keine bessere Alternative.
    Liebe Grüße, Melanie Siedentop

  6. kommt auf die Situationen drauf an und was mir abverlangt wird-sicherlich von allem ein bisschen was und so wie ichsselbst eben aushalten und verkraften würde und mit Unterstützung mir sicherlich besser gelingen würde!
    VLG Jenny

  7. Hallo
    Was für ein toller Beitrag!
    Ich würde versuchen zu fliehen, wenn man mich beim Fluchtversuch fangen würde, dann hätte ich zumindest für meine Freiheit gekämpft. Denn was bringt es sich zu verstecken.
    LG Sabine

  8. Hallo 🙂
    Tjaaa… schwierige Frage. Aber so wie ich mich kenne, würde ich mich wahrscheinlich – so blöd das auch klingt – verstecken. Das führt zwar zu einem ziemlich trostlosen Dasein, aber ich wäre einfach zu feige, mich zu stellen und eine Flucht scheint ja doch nicht viel Sinn zu machen, so wie es klingt.
    LG, Miri

  9. Huhu!

    Oh das sind ja Zustände wie im Weltkrieg! 😮 Die armen Traumseher! Da wäre es auf jeden Fall ratsam irgendwie zu flüchten. Auf der Insel würde ich keinesfalls bleiben wollen, denn immer auf der Flucht zu sein und sich versteckt zu halten ist kein Leben. Die alternative irgendwo eingepfercht und weggesperrt zu werden aber noch weniger. Ich würde also versuchen mit einem Schiff zu fliehen, so beschwerlich das auch sein mag.

    Liebste Grüße
    Nina von BookBlossom

  10. Da ich ohnehin von Hause aus eher „Fluchttier“ bin, würde ich als Traumseher bei so einer Situation auf jeden Fall versuchen, so schnell wie möglich wegzukommen.

  11. Hey! 🙂

    Schwierig….aber ich glaube dass ich fliehe mn würde um es mir verbessern zu können. Unter angst zu leben ist ja schrecklich.

    Liebe grüße Carina

  12. Halli hallo

    Das Buch steht schon auf meinem Wunschzettel da es einfach wahnsinnig vielversprechend klingt und mich die Leseprobe auch schon überzeugen konnte.
    Wer weiss vielleicht habe ich ja Glück 😉
    Vielen Dank für deine interessante Vorstellung hier <3

    Ich denke am ehesten würde ich mich wohl verstecken….hätte ich Verbündetet oder Helfer könnte mich mir allerdings auch eine Flucht vorstellen. Nach dem Motte die Hoffnung stirbt zuletzt…..

    Liebe Grüsse aus der Schweiz
    Bea

  13. Guten Morgen!

    Sehr interessant! Vor allem gibt es ja auch ähnliche Mythen von Wesen, die sich einem auf die Brust setzen und schlechte Träume verursachen – ich weiß nur grade nicht, ob und was die für einen speziellen Namen haben. Solche Verbindungen mag ich total gerne ♥

    Ich selber würde wohl versuchen mich zu verstecken und sehr mit meinem Schicksal hadern. Denn ich will Menschen ja nichts schlechtes. Vielleicht würde ich auch versuchen herauszufinden, ob man das nicht umkehren und den Menschen schöne Träume bringen kann 🙂

    Liebste Grüße, Aleshanee

  14. Hallo ,

    toller und interessanter Beitrag .
    Ich glaube ich würde versuchen von der Insel zu fliehen weil
    sich verstecken kann nicht lange gut gehen und das wäre nicht für mich.

    Liebe Grüße Margareta (Stern44 )

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