Über dieses Buch habe ich bereits verschiedene Meinungen gehört. Die einen sind begeistert, die anderen etwas unzufrieden, da lag es nahe sich selbst eine Meinung zu bilden. Zudem finde ich den Klappentext überaus interessant, sodass ich das Buch auch unabhängig von den verschiedenen Bewertungen lesen wollte.

Der 16-jährige Nummer 19 träumt insgeheim davon, als Erwachsener ein Held und bedeutender Name zu werden. Die 19 hat ihm in seinem Leben bisher kein Glück gebracht. Doch als der Tag der Namensgebung endlich gekommen ist, lösen sich seine Hoffnungen in Unglauben auf. Er erhält einen Namen, den keiner zu kennen scheint. Wer ist dieser Tirasan Passario, dessen Namen er für den Rest seines Lebens tragen wird? Nur das große Namensarchiv in der Hauptstadt Himmelstor kann ihm Auskunft geben. Gemeinsam mit dem Krieger Rustan Polliander und dessen Freunden macht er sich auf in die weit entfernte Stadt. Doch die Reise entpuppt sich als gefährlicher als erwartet. Namenlose und dunkle Verfolger trachten der Gruppe nach dem Leben. Und auch sein eigener Name hält noch einige Überraschungen für Tirasan bereit …

Einstieg

Die Handlung von “Magie der Namen” beginnt recht seicht. Über die ersten Seiten hinweg bekommt der Leser die Welt und die Bedeutung der Namen erklärt. So kann man sich relativ schnell ein gutes Bild machen, was insgesamt zum Verstehen etwas beiträgt.

Charaktere

Nummer 19 ist ein Außenseiter. Das ist er während seiner gesamten Schulzeit gewesen, obwohl sie alle aufgrund ihrer Nummern eigentlich gleich behandelt werden sollten. Doch es gibt immer kleine Außenseiter und als er noch einen Namen bekommt, den keiner kennt wird es natürlich noch seltsamer. Er ist eine relativ unzufriedene Figur, was allerdings auch an seinem recht schwierigen Start liegt. Zudem kennt keiner seinen Namen, was seine Aussichten noch düsterer werden lässt. Jeder weiß aufgrund seines Namens wohin er gehört und wie seine Aufgaben aussehen werden. Tirasan weiß das allerdings nicht.

Neben ihm sind auch Rustan Polliander sowie dessen Freunde mit von der Partie während der großen Reise nach Himmelstor. Es ist etwas überraschend, dass sie alle zusammen reisen, da Rustan und seine Freunde eigentlich genau jene Schüler sind, die Tirasan während seiner Schulzeit ständig verhöhnt haben. Sie haben völlig unterschiedliche Charaktere, die sich erst über das Buch hinweg wirklich zeigen. In der einen oder anderen Situation fragt man sich zwar erneut warum sie zusammen reisen, doch das tiefe Band der Freundschaft, das sich schnell entwickelt ist nicht zu übersehen.

Handlung_Stil

Die Handlung basiert im Wesentlichen auf den Namen, ihren Bedeutungen und ihrer Vergangenheit. Wer keinen Namen trägt und zu den sogenannten Namenlosen gehört ist verflucht. Derjenige wird zwangsläufig irgendwann im Wahnsinn enden oder aber es irgendwann schaffen, einem Namensträger dessen Namensenergie zu rauben. “Die Magie der Namen” basiert auf einer durchdachten Gesellschaft, deren System die grundlegenden Handlungen der Protagonisten erklärt. Was jedoch etwas an den Haaren herbei gezogen wirkt ist die plötzliche Freundschaft zwischen Tirasan und Polliander. Sie ist so plötzlich und unerwartet, dass selbst die Figur des Tirasan irritiert ist. Gut, vielleicht verstärkt dies den Eindruck noch einmal aber letztlich klärt sich alles auf. Als Leser muss man jedoch fast bis zum Ende des Buches warten um zumindest die wichtigsten Fragen und einige Ungereimtheiten geklärt zu bekommen.

Der Stil der Autorin ist insgesamt sehr gut. Das Buch ist flüssig zu lesen und auch wenn mir persönlich nicht alle Entwicklung direkt so logisch in der Konsequenz vorkamen, schafft sie doch ein abgerundetes Bild einer Welt mit interessanten Protagonisten. Die Handlung ist spannend genug angelegt, lebt aber zu einem guten Teil auch von den Figuren und ihrer Freundschaft.

Fazit

“Die Magie der Namen” ist ein durchdachtes und unterm Strich gut angelegtes Buch. Es macht Spaß es zu lesen und auch wenn es ein paar kleinere Ungereimtheiten gibt, so bleibt man doch unweigerlich bis zur letzten Seite bei der Stange. Inzwischen wurde auch mitgeteilt, dass es eine Fortsetzung zum Buch geben wird, was ich persönlich gar nicht erwartet hatte. Das Buch ist in sich abgerundet und hätte so durchaus auch fertig sein können. So bin ich nun jedoch gespannt wie es weiter geht.

4-5Sterne

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