„Der Mann zwischen den Wänden“ ist einer der neuen Titel aus dem Arctis Verlag. Ich gebe zu, auch wenn es den Verlag noch nicht lange gibt und gerade erst das zweite Programm startet, bin ich schon jetzt ein überzeugter Fan. Aus dem Frühjahrsprogramm sind bis auf einen Titel alle Bücher gelesen und ich freute mich auf Nachschub. Das Team hat einfach ein Händchen für gute Stories und so fällt es schwer mal „Nein“ zu sagen.

In einem Stockholmer Mehrfamilienhaus gehen äußerst seltsame Dinge vor sich. Eine Frau verschwindet spurlos. Zwei Wochen später wird ihre Leiche plötzlich im Flur ihrer Wohnung gefunden. Es ist einer der absonderlichsten Morde in der Geschichte der Stadt und es gibt keinen Hinweis auf den Täter. Erst die neunjährige Alva, die mit ihrer Familie erst seit Kurzem in dem Haus wohnt und übersinnliche Fähigkeiten hat, kommt dem Rätsel auf die Spur, das Ungeheuerliches zutage fördert…

Wäre mir der Thriller nicht bereits aufgrund seines Covers aufgefallen, so hätte ich ihn spätestens aufgrund des Klappentextes lesen müssen. Glücklicherweise kann ich euch den Thriller im Rahmen der in Kürze startenden Blogtour auch noch etwas genauer vorstellen. Bereits die ersten Seiten machten deutlich, dass die Autorin den Lesespaß hier auf eine neue Stufe heben wird. In den Sozialen Medien erwähnte ich es bereits: Nach nur 50 Seiten hatte ich das Gefühl um ein Lagerfeuer zu sitzen und mir mit Freunden Gruselgeschichten zu erzählen, die natürlich alle auf wahren Begebenheiten beruhen 😉


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Fakten-Buch

Titel: Der Mann zwischen den Wänden
Autor: Emma Angström
Verlag: Arctis Verlag
Seiten: 336
ISBN: 978-3038800057
Ausgabe: Hardcover – 20,-€
weitere Ausgaben: eBook – 15,99€

Weitere Informationen zum Buch findet ihr auf den Seiten des Verlags.


Um es gleich vorweg zu nehmen: Der Schreibstil der Autorin ist mal wirklich anders. Er ist nicht abgehakt oder ähnliches. Dennoch schafft sie es innerhalb weniger Seiten ein nervöses Kribbeln zu erzeugen. Dieses Buch ist teilweise schlichtweg unheimlich. Während sich die verschiedenen Figuren im Buch beobachtet fühlen, schlug auch mein Herz ständig schneller und ich bekam ein unbequemes Gefühl in der Magengegend. Die Stimmung war also ideal 😉

Der Handabdruck ist sehr deutlich auf dem cremeweißen Stoff zu sehen. Er hat scharfe Umrisse, Peter kann sogar den Verlauf der Linien in der Handfläche erkennen.

Zitat S. 21

Immer wieder gibt es Situationen im Buch, in denen ich als Leser unweigerlich die Luft anhalte. Es ist einfach schaurig, aber eben auch spannend und gut gemacht. Erzählt wird die Handlung aus verschiedenen Perspektiven. Zum einen ist da natürlich Alva, die erst neu in das Mehrfamilienhaus zieht. Sie ist kein gewöhnliches Mädchen und liebt alles übernatürliche. Als Leser mag man teilweise gar nicht glauben, dass sie vermutlich erst so ca. 9 Jahre alt ist. Neben ihr sind hier noch die verschiedenen anderen Bewohner des Hauses inklusive ihrer Mutter, die ebenfalls ihre Erlebnisse „schildern“.

Alva öffnet die Augen und ist sofort hellwach. Irgendetwas hat sie geweckt, aber sie weiß nicht was. Als sie in den Flur lauscht, ist es still, aber sie setzt sich im Bett auf.

Zitat S. 28

Der Thriller ist in insgesamt vier Hauptteile gegliedert, die alle jeweils einen Schwerpunkt haben. Während der Beginn zunächst noch sehr gruselig und unheimlich ist, erklärt die Autorin mit fortschreitender Seitenzahl die Hintergründe. Gleichzeitig deckt sie aber weitere Fragen und in gewisser Hinsicht (zumindest für mich) auch Abgründe auf. Ihr Stil bleibt dabei immer gleich distanziert obwohl ich mich als Leser der Wirkung der Geschichte bzw. Geschichten kaum mehr entziehen kann. Natürlich könnte man dieses Buch in einem Rutsch lesen, ich persönlich habe es allerdings nicht fertig gebracht. Ich bin eben doch ein Feigling 😉

Wirklich geschockt hat mich allerdings das Ende. Das toppte irgendwie noch einmal alles, schockierte mich bis ins Mark und lässt mich auch jetzt noch irgendwie sprachlos zurück. Ich musste tatsächlich mit meinem Mann und unserem Familienhund erst einmal einen Spaziergang machen, um mich von diesem Buch wieder loszureißen. Auch wenn er dann immer den Kopf über mich schüttelt, sind es doch gerade die Bücher, die einen auch nach dem Lesen nicht los lassen, diejenigen die wirklich überzeugen. Dennoch bin ich irgendwie unzufrieden – weiß allerdings nicht warum. Ich habe das Gefühl, es ist nicht alles geklärt worden. Manche Fragen scheinen noch offen zu sein auch wenn die letzte Seite gelesen ist.

„Der Mann zwischen den Wänden“ ist einer der besten Thriller, die ich seit langem gelesen habe. Er ist überzeugend, erschütterte mich bis ins Mark und schockierte mich mehrfach aufs tiefste. Absolut gelungen aber nichts für schwache Nerven. Dennoch: Ich habe Blut geleckt und möchte unbedingt mehr von der Autorin lesen.

4-5Sterne

5 Replies to “Der Mann zwischen den Wänden

  1. Hey,
    das klingt richtig gut und passend für regnerische Herbstabende 🙂
    Landet also umgehend auf meiner Wunschliste.
    Danke fürs vorstellen!
    Liebe Grüße
    Ela

  2. Hallo und vielen Dank für diese schöne Rezension zum Buch. Auf Grund Deiner Begeisterung bin ich wirklich sehr gespannt auf das Buch. Es ist definitiv auf meiner Wunschliste gelandet.

    Liebe Grüße
    Katja

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