Ich habe diesem Buch entgegengefiebert. Ja besser kann ich es wirklich nicht ausdrücken. Nachdem mich „Bob der Streuner“ im vergangenen Jahr in regelrechte Begeisterungsstürme versetzte, musste ich nun natürlich auch unbedingt James Bowens neues Werk lesen. Vor einigen Tagen hatte ich nun wirklich Glück. Es tauchte bei Tauschticket auf und ich habe mich förmlich überschlagen es gleich anzufordern. Ich musste es einfach haben und war schon am überlegen, wie lange ich es aushalten würde es nicht einfach zu kaufen 😀 Aber nein, ich habe mir momentan eine Kaufeinschränkung auferlegt – insbesondere aufgrund des immer ernster werdenden Problems in der richtigen Unterbringung der Bücher…

Seit Bob da ist, hat sich mein Leben sehr verändert. Ich war ein obdachloser Straßenmusiker ohne Perspektive und ohne eine Idee, was ich aus meinem Leben machen sollte. Nun stehe ich wieder mit zwei Beinen auf der Erde, ich habe die Vergangenheit hinter mir gelassen, aber ich weiß nicht, was die Zukunft bringen wird. Ich brauche wohl immer noch Unterstützung, um auf meinem Weg zu bleiben. Zum Glück steht mir Bob mit seiner Freundschaft und seiner Klugheit zur Seite. Die wunderbare Geschichte der Freundschaft zwischen James und seinem Kater wurde mit „Bob, der Streuner“ zum Welt-Bestseller. In seinem neuen Buch erzählt James, wie Bob ihm in harten Zeiten und selbst in lebensgefährlichen Situationen immer wieder den Weg weist.

Nachdem ich das Buch also angefordert hatte, begann die Zeit des Wartens. Die Leipziger Buchmesse (die ich leider nicht besuchen konnte) wurde da eher zur Nebensache. Ich freute mich wahnsinnig auf das Buch und konnte es nicht erwarten es endlich in den Händen zu halten. So im Nachhinein ist das schon irgendwie verrückt, zumal ich mich ja auch auf andere Bücher immer sehr freuen kann. Diesmal war es aber regelrecht Teenie-Konzert-Schrei-mäßig. Ich glaube der Zalando-Bote wäre vor Neid erblasst bei meiner Reaktion auf das Eintreffen des Buches ^^ Mein Freund hat mich definitiv für komplett durchgeknallt erklärt und eine Packung Tabletten angeboten. Naja, da musste er durch 😉 So sehr ich mich gefreut habe, eines stand da allerdings schon fest: meine Erwartungen an dieses Buch waren hoch, überirdisch und vielleicht unerreichbar. Kurz hatte ich Sorge, dass es mir nicht gefallen würde, aber die wurden dann schnell beiseite geschoben. Ich musste/wollte dieses Buch lesen, jetzt gleich 😉

Er kann perfekt den „Gestiefelten Kater“ aus den Shrek-Filmen imitieren. Dann steht er auf meinem Bett und starrt mich mit seinen großen, leuchtend grünen Augen und schräg gelegtem Kopf hingebungsvoll an.
Zitat Seite 21

Bob und James sind ein Gespann, dass mir schon im ersten Buch sehr ans Herz gewachsen ist. Anders war es auch diesmal nicht und schon nach wenigen Seiten konnte ich weitere Parallelen zu meinem roten Stubentiger erkennen. Irgendwie sind doch alle Katzen und Kater gleich oder? Kartons sind immer ein Heidenspaß und so muss sich nicht nur James darum herumplagen, Kartons immer aufbewahren zu müssen, sondern auch jeder andere Katzenbesitzer. Aber was macht man nicht alles für die eigene Samtpfote.

Das Buch jedenfalls war schnell gelesen und jetzt im Nachhinein kann ich sagen: ich bin noch immer total euphorisch. Ja es konnte meinen Erwartungen standhalten und irgendwie bin ich darüber auch echt erleichtert. Der Schreibstil war wieder grandios. Mehr als einmal hatte ich Tränen in den Augen oder ein Lächeln auf den Lippen. Das ist beachtlich, bedenkt man den ernsten Hintergrund dieses Buches. Schon im ersten Buch James Bowens wurde sein hartes Leben dargestellt. Es wurde nichts geschönt, sondern die Wahrheit aufgezeigt. Gerade das hat mir so gefallen und konnte mich auch dieses Mal wieder begeistern. Es ist nicht überraschend, dass ich dafür nur die vollen 5 Sterne vergeben kann auch wenn ich sehr gern sehr viel mehr Sterne vergeben würde. Aber ich glaube, dann müsste ich meine Skala derart überarbeiten, dass es wohl den Rahmen sprengen würde 😉

Kommentar verfassen