Dieses Buch ist das beste Beispiel für die Auswirkung des Klappentextes. Ich habe es vor einiger Zeit einmal bei einem Buchflohmarkt als Hardcover gesehen. Der Klappentext war aber irgendwie nicht so meins. Diese Ausgabe habe ich dann beim Stöbern online beim Verlag entdeckt, mit neuem Klappentext und siehe da: mein Interesse war direkt geweckt.

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Auf einmal ist es da: ein Schwarzes Loch in Nevada. Von Physikern erschaffen. Ein Unding, das die Erde Stück für Stück verschlingt. Und jetzt? Vielleicht kann Omega Zacharias helfen. Immerhin ist sie der erste Mensch mit drei Hirndritteln und verfügt über spektakuläre telekinetische Fähigkeiten. Obwohl sie eigentlich lieber über Laufstege schwebt und Tennis spielt, stürzt sie sich in den Kampf. Mit von der Partie sind ihr Bruder Alpha und einige kuriose Helden: der reichste Mann der Welt, ein fliegender Magier, ein schwuler Buddha, ein fußballbegeisterter Müllmann und seine esoterisch bewanderte Frau, eine sexbesessene Teilchenphysikerin und ein mutiger Performancekünstler. Aufgezeichnet wird Omegas Geschichte von Elias Zimmermann, der aus dem Jahr 2525 in unsere Gegenwart reist. Elias begleitet Omega auf ihrem irren Trip und blickt zugleich auf die absurden Auswüchse der heutigen Zeit.

Der Einstieg ins Buch war nicht gerade einfach. Auch wenn ich den Prolog noch immer wirklich absolut genial finde, so fiel mir das Lesen gerade zu Beginn schwer. Es gibt nur wenige Absätze, die Sätze an sich sind teilweise recht lang und die Erzählweise manchmal ein klein wenig verworren. Hier lohnt es sich jedoch durchzuhalten, denn schnell offenbart sich der Witz im Schreibstil. Ich musste an einigen Stellen etwas schmunzeln und war letztlich schneller in die Geschichte eingetaucht als ich gedacht hätte.

Es ist an dieser Stelle schwer wirklich viel zur Handlung zu sagen. Dafür ist sie in meinen Augen viel zu facettenreich, doch die Aufteilung der Kapitel und der einzelnen Zeitebenen bzw. Sichtweisen hilft sich zurechtzufinden. Die Umsetzung des Themas ist wirklich einmal ganz anders. Es werden physikalische Ansätze aufgegriffen genauso wie religiöse Sichtweisen, was zusammen ein derart vielschichtiges Bild ergibt, dass es fast schon niederschmetternd ist. Um es kurz zu machen: Dieses Buch ist grandios. Ich habe etwas gebraucht, aber ich bin begeistert. Dieses Buch hat mich auf so vielen unterschiedlichen Wegen begeistert, dass ich fast schon sprachlos bin.

Wer dieses Buch lesen möchte, sollte sich darauf einstellen, dass es sich nicht mal eben so lesen lässt. „Apokalypse für Anfänger“ ist kein Buch für zwischendurch. Es verlangt mitdenken und offenbart dabei immer wieder einen ganz eigenen Witz. Ich weiß nicht, wie oft ich schmunzeln oder noch einmal einen vorherigen Absatz lesen musste. Es ist kein einfaches Buch, das muss es in meinen Augen aber auch nicht sein. Es ist vielleicht nicht neu, für mich aber mal eine ganz neue und bis ins Detail sehr gut umgesetzte Darstellung einer möglichen Apokalypse.

5-Sterne

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