Heute vor 50 Jahren lief der erste Farbfilm „Cartouche, der Bandit“. Seit jenem 25. August hat sich in Sachen Film so einiges getan. Zahlreiche gute und noch mehr schlechte Filme sind über die Bildschirme und Kinoleinwände gegangen. Viele Bücher wurden verfilmt und ich nehme es einmal zum Anlass meine Erlebnisse zum Vergleich Buch vs. Film zu schildern.

Wenn ich heute überlege, zu welchem Buch ich auch den Film gesehen habe, wird es schnell knifflig. Es sind tatsächlich einige, doch nur wenige bleiben wirklich in Erinnerung:

Harry Potter
Herr der Ringe
Der Hobbit
Ein ganzes halbes Jahr
Die Bücherdiebin
Sinn & Sinnlichkeit
Little Woman
Tintenherz
Stolz & Vorurteil
Die Bestimmung (komplette Reihe)
Game of Thrones (wenn wir Serien ebenfalls berücksichtigen)
Twilight
Fallen – Engelsnacht

Fifty Shades of Grey

Und genau da verlassen sie mich wieder. Tatsächlich sind es viele mehr, sie sind nur eben nicht hängen geblieben. Immerhin ist die Liste während des Schreibens dieses Beitrags immer weiter angewachsen, aber vermutlich bleibt sie letztlich einfach unvollständig.

Glaubensfrage: Erst das Buch oder erst der Film?

Meist habe ich zuerst das Buch gelesen. Es gibt jedoch auch Filme, die mich zum Lesen der Bücher brachten. Herr der Ringe habe ich beispielsweise erst nach dem ersten Film gelesen, mit großer Begeisterung. Den Hobbit habe ich bisher noch gar nicht gelesen, werde es aufgrund der guten Filme aber vermutlich ebenfalls noch nachholen.

Bei Harry Potter habe ich dagegen zuerst die Bücher gelesen und wollte ab Band 3 immer wissen wie die Dementoren aussehen würde, sofern das mal verfilmt wird. Heute kann ich sagen, dass der Film diesen düsteren Figuren durchaus gerecht wurde. Nicht weniger gespannt war ich auf Lou aus „Ein ganzes halbes Jahr“. Ich fand sie schon im Buch wahnsinnig sympathisch und als klar wurde, dass Emilia Clarke ihre Rolle übernehmen würde, war ich schlichtweg begeistert.

Gutes Buch – schlechter Film

So gern ich mir Filme zu Büchern ansehe, so hoch ist jedes Mal auch die Gefahr, dass das Film ganz einfach schlecht ist. Zuletzt erging es mir so mit „Fallen – Engelsnacht“. Das Buch konnte mich sehr begeistern, der Film war dann allerdings einfach mies. Schlecht gemachte Umsetzung, übertriebener Kitsch und meilenweit hinter dem Buch. Hier fragte ich mich echt, was in die Verantwortlichen gefahren ist, dass er tatsächlich so ins Kino kommen durfte.

Natürlich sollte berücksichtigt werden, dass ein Film selten ausreichend Platz bietet um wirklich alle wichtigen Szenen unterzubringen. Nicht alle sind für das Vorankommen der Handlung wichtig. Es wird gekürzt und manchmal sogar etwas umgeschrieben. Das ist für den Leser enttäuschend für jene ohne Kenntnis des Buches aber sinnvoll. Erschreckend wird es allerdings, wenn die Filme plötzlich einen ganz anderen Inhalt zu haben scheinen als die Bücher – zuletzt geschehen in der Verfilmung von Veronica Roths Trilogie „Die Bestimmung“. Während Buch 1 noch gut rübergebracht wurde, schien der zweite Film thematisch weit entfernt vom Buch zu sein.

Bücher in Filmen

Ok, theoretisch könnte ich hier vermutlich alle Filme aufführen. In nahezu jedem finden sich immer mal wieder einige und sei es auch nur als Deko 😉 Nein im Ernst. Es gibt Filme, die sich mit Büchern beschäftigen so wie „Tintenherz“ oder auch „Die Bücherdiebin“ aber auch jene, in denen ihnen einen kleine Nebenrolle zuteil wird. In „The Equalizer“ wird beispielsweise eine Liste von insgesamt 100 Büchern erwähnt, die man gelesen haben sollte. Entsprechend ist der Hauptcharakter dabei die Bücher Schritt für Schritt ebenfalls zu lesen. Dieser Film war es auch, der mich dazu inspirierte mir die Liste selbst einmal anzusehen und mir vielleicht das eine oder andere Buch dazu zu besorgen.

Wie ist es bei euch? Lest ihr zuerst das Buch oder schaut ihr lieber direkt den Film? Welche Filme zu Büchern sind euch vielleicht besonders in Erinnerung geblieben – sei es nun im positiven oder negativem Sinn?

2 Replies to “50 Jahre Farbfilm

  1. Ich kann mich nicht dran erinnern das ich das Buch nach der Verfilmung gelesen habe.
    Die Verfilmungen meines Lieblingsautor Nicholas Sparks kann ich mir immer wieder anschauen.
    Das gleiche gilt für die Verfilmungen von Nora Roberts.
    PS ich liebe dich hat mir als Buch gar nicht so gut gefallen. Die Verfilmung aber doch.
    Solang du da bist und Christiane F durfte in meiner Filmsammlung auch nicht fehlen

    1. „PS: Ich liebe dich“ habe ich auch gesehen – sehr schöner Film. Das Buch steht allerdings noch ungelesen in meinem Regal. Von Nicholas Sparks und Nora Roberts habe ich bisher noch keine Bücher gelesen, wohl aber ein paar Filme gesehen. Es ist manchmal wirklich verwunderlich. Teilweise bemerke ich einzelne Bücher auch erst durch die Filme – so war es beispielsweise bei Twilight, wobei ich mir weder Bücher noch Filme ein zweites Mal ansehen bzw. lesen kann.

      Gruß
      Annett

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